Mit dem Wachstum von Unternehmen werden ihre Netzwerke oft schwerer zu kontrollieren. Mitarbeitende, Auftragnehmer, Gäste, persönliche Geräte, IoT-Geräte und mit der Cloud verbundene Systeme benötigen möglicherweise alle Zugriff, sollten jedoch nicht alle auf dieselben Ressourcen zugreifen können
Wenn der Zugriff zu weit gefasst ist, haben IT-Teams weniger Kontrolle darüber, wer sich mit sensiblen Systemen verbinden kann, wie sich Geräte im Netzwerk bewegen und ob die Berechtigungen noch der jeweiligen Rolle jedes Benutzers entsprechen. Gemeinsam genutzte WLAN-Zugangsdaten, manuell zugewiesene VLANs und statische Zugriffsregeln können dieses Problem mit zunehmender Komplexität der Umgebungen schwerer beherrschbar machen.
Vor diesem Hintergrund sehen wir uns an, was Netzwerksegmentierung bedeutet, warum sie wichtig ist, wie sie funktioniert und wie identitätsbasierte Zugriffskontrollen dabei helfen können, die Segmentierung in Ihrem gesamten Unternehmen durchzusetzen.
Was bedeutet Netzwerksegmentierung?
Netzwerksegmentierung bezeichnet die Aufteilung eines Netzwerks in kleinere Bereiche, sodass Benutzer und Geräte nur auf die Ressourcen zugreifen können, die sie benötigen. Es ist eine zentrale Cybersicherheitsmaßnahme, die hilft, die potenziellen Auswirkungen eines kompromittierten Kontos, Geräts oder Systems zu begrenzen, indem umfassende Zugriffsrechte im gesamten Netzwerk reduziert werden.
Die Netzwerksegmentierung erstellt klar definierte Bereiche innerhalb eines Netzwerks, auf die nur bestimmte Benutzer, Geräte oder Anwendungen zugreifen können. Der Datenverkehr zwischen diesen Zonen wird über VLANs, Firewalls, Zugriffskontrolllisten, Authentifizierungsrichtlinien und rollenbasierte Zugriffsregeln gesteuert. Das bedeutet, dass nur autorisierte Benutzer und Geräte eine Verbindung zu bestimmten Teilen eines Netzwerks herstellen können, sodass ein kompromittiertes Konto nicht automatisch umfassenden Zugriff gewährt.
Eine effektive Segmentierung sollte sowohl die Netzwerkstruktur als auch Zugriffsentscheidungen berücksichtigen. Das bedeutet, dass Berechtigungen, Authentifizierungsmethoden und VLAN-Zuweisungen stets aktuell bleiben müssen, wenn sich Benutzer, Rollen, Geräte und Umgebungen ändern. Die Netzwerksegmentierung ist weniger wirksam, wenn Benutzer Zugangsdaten gemeinsam nutzen, alte Konten aktiv bleiben, nicht verwaltete Geräte eine Verbindung herstellen dürfen oder VLAN-Zuweisungen manuell vorgenommen werden.
Gängige Formen der Netzwerksegmentierung sind:
Nach Benutzergruppe, z. B. Mitarbeiter, Auftragnehmer, Studenten, Lehrkräfte, Gäste oder Administratoren.
Nach Abteilung, zum Beispiel Finanzen, Personalwesen, IT, Technik oder Betrieb.
Nach Gerätetyp, z. B. verwaltete Laptops, BYOD-Geräte, IoT-Geräte, Server oder Kassensysteme.
Nach Umgebung, zum Beispiel Entwicklung, Staging, Produktion oder interne Anwendungen.
Nach Zugriffsmethode, z. B. Wi‑Fi, VPN, kabelgebundenen Netzwerken oder Serverzugriff.
Nach Vertrauensstufe, z. B. verwaltete Geräte, per Zertifikat authentifizierte Geräte oder nicht verwaltete Gastgeräte.
Warum Netzwerksegmentierung wichtig ist
Segmentierung bietet mehrere Vorteile, insbesondere für die Cybersicherheit: Sie verbessert die betriebliche Kontrolle und hilft IT-Teams, weitreichende Zugriffsrechte einzuschränken.
Zu den Vorteilen der Netzwerksegmentierung gehören:
Unnötige Zugriffe im gesamten Netzwerk reduziert.
Begrenzte laterale Bewegung, wenn ein Benutzer, Gerät oder Konto kompromittiert wird.
Schutz für sensible Systeme, da sie vom allgemeinen Netzwerkverkehr getrennt sind.
Klarere Zugriffsrichtlinien für Benutzer, Geräte, Abteilungen und Rollen.
Unterstützung für Least-Privilege-Zugriff über Wi‑Fi, VPN, kabelgebundene Netzwerke und interne Systeme hinweg.
Verbesserte Transparenz darüber, welche Benutzer und Geräte auf jedes Segment zugreifen können.
Unterstützung bei der Audit-Bereitschaft dank klarer Zugriffsgrenzen.
Hilfe für IT-Teams, um BYOD, Gastzugriff, Studentenzugriff und verteilte Umgebungen konsistenter zu verwalten.
Statische Segmentierung vs. identitätsbasierte Netzwerksegmentierung
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Netzwerke zu segmentieren, aber im Wesentlichen läuft es auf statische oder identitätsbasierte Segmentierung hinaus. Jede hat ihre eigenen Vorteile, daher ist es hilfreich zu wissen, was am besten zu Ihren geschäftlichen Anforderungen passt.
Statische Netzwerksegmentierung
Statische Netzwerksegmentierung basiert in der Regel auf manuell zugewiesenen VLANs, MAC-Adresslisten, SSIDs oder festen Zugriffsregeln. Dies kann für kleine oder einfache Umgebungen gut funktionieren, in denen die Anforderungen an die Segmentierung weniger komplex sind.
Mit zunehmender Anzahl von Benutzern, Geräten, Auftragnehmern usw. in Unternehmen kann es jedoch schwieriger werden, individuelle Berechtigungen zu skalieren und zu verwalten. Außerdem kann statische Segmentierung anfällig für Spoofing sein und ist von Benutzeridentität und Gerätevertrauen abgekoppelt.
Identitätsbasierte Netzwerksegmentierung
Identitätsbasierte Segmentierung nutzt Benutzerauthentifizierung und -autorisierung, um festzulegen, auf welche Netzwerksegmente einzelne Personen zugreifen können. Benutzer und ihre Geräte können anhand ihrer Identität, Gruppenzugehörigkeit, Rolle oder Vertrauensstufe dem richtigen VLAN oder Netzwerksegment zugewiesen werden und erhalten dann entsprechend Zugriff auf diese Segmente.
Die identitätsbasierte Netzwerksegmentierung hilft dabei, Zugriffe an der Benutzeridentität, den verwendeten Geräten und den Ressourcen auszurichten, auf die Zugriff bestehen sollte. Da diese Berechtigungen auf Benutzerkategorien basieren, lassen sich die Berechtigungen einfach aktualisieren, wenn sich die Rolle eines Benutzers ändert.
Dynamische VLAN-Zuweisung
Die dynamische VLAN-Zuweisung ist eine Möglichkeit, identitätsbasierte Segmentierung durchzusetzen. Es weist Benutzer oder Geräte während der Authentifizierung automatisch dem richtigen VLAN zu.
Wenn beispielsweise eine Bildungseinrichtung eine dynamische VLAN-Zuweisung verwendet, haben Lehrkräfte und Studierende beim Verbinden Zugriff auf unterschiedliche Segmente, obwohl sie alle dieselbe Netzwerkumgebung nutzen.
So funktioniert die Netzwerksegmentierung
Angesichts der Vorteile der Netzwerksegmentierung und der verschiedenen Formen, die sie annehmen kann, sollten wir verstehen, wie sie funktioniert. Lassen Sie uns also die Netzwerksegmentierung aufschlüsseln und einige gängige Methoden zur Trennung von Datenverkehr und zum Schutz von Netzwerken betrachten.
1. VLANs und Subnetze
Zu den gängigsten Methoden zur Segmentierung von Netzwerken gehören VLANs und Subnetze. Diese können verwendet werden, um den Datenverkehr in logische Netzwerkbereiche zu unterteilen, zum Beispiel nach Mitarbeitergeräten, Gastgeräten, POS-Systemen und Internet of Things (IoT)-Geräten.
Die Verwendung von VLANs kann ebenfalls eine skalierbare Methode der Segmentierung sein, da Zuweisungen an Identität und Gruppenzugehörigkeit gebunden werden können, anstatt Berechtigungen manuell pro Benutzer oder Gerät zuzuweisen.
2. Firewalls und Zugriffskontrolllisten
Mit Firewalls und Zugriffssteuerungslisten können IT-Teams festlegen, welcher Datenverkehr zwischen Netzwerksegmenten zulässig ist. Sie können den Zugriff anhand von Kategorien wie Quelle und Ziel, Ports oder Protokollen erlauben oder einschränken und Berechtigungen gemäß den Unternehmensrichtlinien definieren. Dadurch können diese Tools dazu beitragen, Bewegungen zwischen Segmenten zu begrenzen und den seitlichen Zugriff über kompromittierte Konten einzuschränken.
3. RADIUS-Authentifizierung
RADIUS-Authentifizierung ist ein leistungsstarkes Tool, um Benutzer und ihre Geräte zu verifizieren, bevor ihnen Zugriff auf WiFi, VPN oder kabelgebundene Netzwerke gewährt wird. Wenn Benutzer versuchen, auf ein Netzwerk zuzugreifen, prüft der RADIUS Server die Anmeldedaten des Benutzers, verifiziert sie anhand eines zentralen Verzeichnisdienstes wie Active Directory oder LDAP und überprüft die Zugriffsrichtlinien, bevor der Zugriff gewährt wird.
RADIUS kann in Identity Provider und Netzwerkinfrastruktur integriert werden, um Richtlinieninformationen wie die VLAN-Zuweisung zu unterstützen. Dadurch wird es robuster und bietet zugleich eine hohe Zugriffssicherheit.
4 zertifikatsbasierte Authentifizierung
Mit zertifikatsbasierter Authentifizierung können Netzwerke vertrauenswürdige Geräte verifizieren, ohne sich ausschließlich auf Passwörter zu verlassen. Dies fügt eine zusätzliche Ebene der Sicherheit und Authentifizierung hinzu, sodass selbst dann, wenn das Passwort eines Benutzers gestohlen wird, dies Angreifern nicht ausreicht, um Zugriff zu erhalten.
Dies ist besonders nützlich für verwaltete Geräte, Organisationen mit BYOD-Richtlinien und Umgebungen, in denen IT-Teams dank der kombinierten Sicherheit und Flexibilität, die es bietet, Netzwerkzugriff basierend auf dem Gerätevertrauen wünschen.
Beispiele für Netzwerksegmentierung
Unternehmen können ihr Netzwerk auf verschiedene Weise segmentieren. Das trägt jeweils zu sicherem Zugriff bei und ermöglicht eine bessere Kontrolle darüber, wer sich womit verbinden kann.
1. Gast-WLAN und Mitarbeiter-WLAN
Eine der häufigsten Netzwerksegmentierungen ist die Trennung zwischen Gäste- und Mitarbeiter-WLAN. Gäste, die sich mit dem WLAN eines Unternehmens verbinden, sollten nicht denselben Zugriff wie Mitarbeitende erhalten, aber dennoch eine Verbindung zum Internet herstellen können.
Mit einer geeigneten Netzwerksegmentierung können Gäste sich ganz einfach mit dem WLAN verbinden, ohne Zugriff auf interne Systeme, Drucker, freigegebene Dateien oder andere Geschäftsanwendungen zu erhalten. Dies erfordert jedoch starke Zugriffskontrollen, da der Zugriff von Mitarbeitern mit eindeutigen Anmeldedaten oder vertrauenswürdigen Zertifikaten statt mit gemeinsam genutzten Passwörtern authentifiziert werden sollte.
2. Studierende, Lehrkräfte und Gäste
Für Bildungseinrichtungen ist die Netzwerksegmentierung wichtig, um Lehrkräfte, Verwaltungsmitarbeitende, Studierende und Gäste verbunden zu halten, ohne ihnen allen Zugriff auf dieselben Systeme zu geben. Mit identitätsbasierter Segmentierung können diese Einrichtungen Benutzer anhand von Verzeichnisgruppen den passenden VLANs zuweisen, sodass Studierende nicht auf Netzwerke von Lehrkräften oder der Verwaltung zugreifen können, während Gäste sich sicher verbinden können, ohne die Cybersicherheit zu beeinträchtigen.
3. Entwicklungs-, Staging- und Produktionsumgebungen
Engineering- und DevOps-Teams benötigen häufig Zugriff auf Entwicklungs-, Staging- und Produktionsumgebungen. Dieser Zugriff sollte jedoch nicht zu weit gefasst sein und kann mit einer geeigneten Netzwerksegmentierung je nach Rolle und Bedarf eingeschränkt werden.
In solchen Fällen kann die Netzwerksegmentierung die Umgebungen voneinander trennen, sodass Entwicklung, Staging und Produktion voneinander abgeschottet bleiben. Dann kann das Unternehmen mithilfe von Authentifizierung und gruppenbasierten Richtlinien steuern, wer auf welche zugreifen darf, und so unbefugte Nutzer fernhalten.
4. Einzelhandels- und Filialstandorte
Einzelhandelsunternehmen und ihre Filialen benötigen oft separate Kassensysteme, Gast-WLAN, Backoffice-Geräte und mehr. In diesen Fällen ist es für den Zugriff und die Sicherheit wichtig, sie voneinander getrennt zu halten.
Netzwerksegmentierung hilft, unnötige Zugriffe zwischen Systemen zu verhindern, die unterschiedlichen Zwecken dienen. Mitarbeitende sollten keinen Zugriff auf Backoffice-Geräte in verschiedenen Filialen haben, und Gäste sollten sich nicht mit dem WLAN verbinden und dann auf PoS-Systeme zugreifen können. Die Segmentierung beschränkt den Zugriff auf genau die Personen, die ihn benötigen.
5. Gesundheitswesen und regulierte Systeme
In regulierten Umgebungen wie dem Gesundheitswesen und dem Finanzsektor können Systeme sensible Informationen enthalten, die vom allgemeinen Netzwerkzugriff getrennt werden sollten. Die Netzwerksegmentierung hilft dabei, klarere Zugriffsgrenzen um diese Systeme herum zu schaffen.
Mit Segmentierung können Unternehmen Audit-Bereitschaft und Verfahren zur Zugriffskontrolle unterstützen, indem sie klarere Grenzen um sensible Systeme aufzeigen. Starke Authentifizierung und Zugriffskontrollen helfen dabei, den Zugriff auf genehmigte Benutzer und vertrauenswürdige Geräte zu beschränken.
6. BYOD und nicht verwaltete Geräte
Private Geräte, nicht verwaltete Endpunkte, IoT-Geräte und andere Geräte mit geringem Vertrauensniveau sollten mit Vorsicht behandelt werden und keinen uneingeschränkten Zugriff erhalten. Durch den Einsatz von Netzwerksegmentierung können Unternehmen diesen Geräten Zugriff auf eingeschränkte Segmente gewähren, ohne dabei einen umfassenderen Zugriff für potenziell unbekannte Geräte zu riskieren.
Unternehmen können auch zertifikatbasierte und identitätsbasierte Zugriffe integrieren, um den Zugriff von diesen Geräten aus sicherer zu machen. Damit können verwalteten und vertrauenswürdigen Geräten umfassendere Zugriffsrechte gewährt werden, während nicht verwalteten Geräten Zugriff auf stärker eingeschränkte VLANs gewährt werden kann. So bleibt der Zugriff für Mitarbeitende unterwegs oder auf nicht verwalteten Geräten einfach, während Netzwerke sicher bleiben.
Wo Zugriffskontrolle in die Netzwerksegmentierung passt
Zugriffskontrolle und Netzwerksegmentierung arbeiten zusammen, um Netzwerkgrenzen zu definieren und durchzusetzen. Die Netzwerksegmentierung teilt das Netzwerk in verschiedene Bereiche auf, während die Zugriffskontrolle festlegt, wer auf welchen Bereich zugreifen kann – eine unverzichtbare Kombination.
Ohne starke Zugriffskontrollen verlassen sich Unternehmen möglicherweise weiterhin auf wenig verlässliche Tools zur Verwaltung des Zugriffs, etwa gemeinsam genutzte WLAN-Passwörter, manuell gepflegte VLAN-Zuweisungen oder uneinheitliche Prozesse für den Serverzugriff. Mit identitätsbasierter Zugriffskontrolle hingegen können Unternehmen ihre Netzwerksegmentierung stärken, indem sie den Zugriff mit starken Authentifizierungsmethoden und Echtzeit-Zugriffsrichtlinien an vertrauenswürdige Benutzer und Geräte knüpfen.
Zugriffskontrolle kann die Segmentierung stärken und IT-Teams in vielerlei Hinsicht unterstützen, darunter:
Authentifizierung von Benutzern mit eindeutigen Anmeldedaten.
Überprüfung vertrauenswürdiger Geräte, bevor sie sich verbinden.
Verwendung von Zertifikaten für die passwortlose Geräteauthentifizierung.
Zuweisung des Netzwerkzugriffs basierend auf der Mitgliedschaft in Verzeichnisgruppen.
Benutzer und Geräte während der Authentifizierung den richtigen VLANs zuweisen.
Synchronisierung des Zugriffs mit Identitätsanbietern.
Entfernen von Zugriffen oder Anpassen von Berechtigungen, wenn Benutzer das Unternehmen verlassen oder ihre Rolle wechseln.
Anwenden von MFA, wenn eine zusätzliche Verifizierung erforderlich ist.
Protokolle pflegen, um Transparenz und Audit-Bereitschaft sicherzustellen.
Wie Foxpass dabei hilft, identitätsbasierte Netzwerksegmentierung durchzusetzen
Die identitätsbasierte Segmentierung erfordert eine zuverlässige Methode, um Benutzer und Geräte zu authentifizieren und sie dann dem richtigen Netzwerksegment zuzuweisen. Foxpass nutzt identitätsgesteuerte RADIUS-Authentifizierung, um Netzwerksegmentierung und dynamische VLAN-Zuweisung zu unterstützen. So können Unternehmen Benutzer sicher authentifizieren und ihnen die Verbindung mit dem Netzwerk und den benötigten Ressourcen ermöglichen.
Foxpass kann sich mit Ihrem Unternehmensverzeichnis synchronisieren und Benutzern basierend auf Identität, Rolle und Gruppenzugehörigkeit das passende VLAN zuweisen. Es hilft dabei, die Segmentierung über kabelgebundene, Wi‑Fi- und VPN-Netzwerke hinweg durchzusetzen, damit Zugriffsrichtlinien über alle Verbindungsmethoden hinweg konsistent bleiben.
Zu den wichtigsten Foxpass-Funktionen für identitätsbasierte Segmentierung gehören:
1. Dynamische VLAN-Zuweisung mit Foxpass RADIUS
Foxpass RADIUS hilft dabei, Benutzer und Geräte sicher dem richtigen VLAN zuzuweisen – mit robuster Authentifizierung und dynamischen Zuweisungen.
Die Funktionsweise ist einfach: Sobald sich ein Benutzer verbindet, authentifiziert Foxpass ihn und prüft, zu welcher Gruppe er gehört (z. B. Gast, Admin, IoT oder Entwickler). Der RADIUS-Server antwortet dann mit einer VLAN-Zuweisung und ordnet den Benutzer dem entsprechenden Segment zu. Dadurch können Benutzer schnell eine Verbindung herstellen und zu dem benötigten Netzwerksegment weitergeleitet werden, ohne Sicherheit oder Effizienz zu beeinträchtigen.
2. Verzeichnisgruppenbasierter Zugriff
Foxpass kann den Zugriff an die Mitgliedschaft in Verzeichnisgruppen knüpfen und so sicherstellen, dass Benutzer nur auf die Segmente zugreifen, die ihre Gruppe benötigt. Es lässt sich in Identitätsanbieter und Verzeichnisse wie Google Workspace, Okta, Microsoft Entra ID, OneLogin und LDAP integrieren, sodass der Zugriff mit der Mitgliedschaft in Verzeichnisgruppen abgestimmt bleiben kann.
Wenn sich die Rolle oder Gruppe eines Benutzers im Verzeichnis ändert, kann Foxpass seinen Zugriff automatisch entsprechend aktualisieren. Das reduziert die Notwendigkeit für IT-Teams, VLANs einzelnen Benutzern oder Geräten manuell neu zuzuweisen, und hilft dabei, veraltete Zugriffsrechte zu verringern, wenn Benutzer das Unternehmen verlassen oder ihre Rolle wechseln.
3. EAP-TTLS- und EAP-TLS-Authentifizierung
Foxpass unterstützt Authentifizierungsmethoden, die Unternehmen dabei helfen, stärkere Zugriffskontrollen anzuwenden. Es unterstützt EAP-TTLS für die Authentifizierung mit Identität und Passwort sowie EAP-TLS für die zertifikatsbasierte Authentifizierung, sodass Unternehmen mehrere Möglichkeiten haben, Konten sicher zu halten.
Dadurch können IT-Teams die Authentifizierungsmodelle verwenden, die am besten zu ihrem Unternehmen passen – basierend auf ihrer Umgebung, ihrem Ansatz für das Gerätemanagement und ihren Vertrauensanforderungen. Foxpass bietet IT-Teams mehrere Authentifizierungsoptionen, damit der Zugriff an die Umgebung, das Gerätemanagementmodell und die Vertrauensanforderungen der Organisation angepasst werden kann.
4. Segmentierung über Wi‑Fi-, VPN- und kabelgebundene Netzwerke hinweg
Foxpass RADIUS kann dabei helfen, die Netzwerksegmentierung über Wi-Fi-, VPN- und kabelgebundene Netzwerke hinweg durchzusetzen, sodass Benutzer basierend auf Authentifizierung und Richtlinien dem entsprechenden Segment zugewiesen werden können.
Statt für jeden Verbindungstyp separate Segmente zu benötigen, bietet Foxpass in allen Netzwerken eine konsistente, benutzerfreundliche Nutzererfahrung. Es ist nicht nötig, für jede Zugriffsmethode manuell separate Prozesse zu erstellen, da alles von einem zentralen Ort aus verwaltet wird.
5. Protokollierung und Richtlinienübersicht
Während Netzwerksegmentierung und Benutzerauthentifizierung dazu beitragen, Netzwerke sicher zu halten, ist auch die Protokollierung unverzichtbar, damit IT-Teams Authentifizierungsversuche, Aktivitäten beim Netzwerkzugriff und Richtlinienentscheidungen dazu überwachen können, wer Zugriff auf was erhält.
Foxpass bietet Protokollierungsoptionen, mit denen Teams Zugriffsversuche nach VLAN und Richtlinie nachverfolgen können. Dies verschafft IT-Teams einen besseren Einblick in Authentifizierungsaktivitäten, Zugriffsentscheidungen und potenzielle Richtlinienlücken.
Best Practices für die Netzwerksegmentierung
Wenn Sie Ihr Netzwerk segmentieren, sollten Sie darauf achten, die richtige Balance zwischen Sicherheit und Zugänglichkeit zu finden. Das kann anfangs eine schwierige Aufgabe sein, aber wenn Sie diese Best Practices befolgen, können Sie Ihr Netzwerk sicher segmentiert halten und Ihren Mitarbeitenden gleichzeitig Zugriff auf die Bereiche geben, die sie benötigen.
Benutzer, Geräte, Systeme und Datenflüsse zuordnen: Der erste Schritt ist die Vorbereitung. Ermitteln Sie, welche Benutzer Zugriff auf welche Systeme benötigen und welche Verbindungen sie für ihre tägliche Arbeit verwenden, damit Sie Ihre Segmente korrekt abbilden können.
Identifizieren Sie sensible Systeme und risikoreiche Zugriffspfade: Die Priorisierung Ihrer Systeme ist ebenso wichtig. Stellen Sie sicher, dass Sie die Systeme identifizieren, die sensible Daten, wichtige Ressourcen oder kritische Infrastruktur speichern, damit Sie sich darauf konzentrieren können, sie zuerst zu schützen.
Separater Zugriff für Gäste, Mitarbeiter, Server, BYOD und IoT: Die Segmentierung sollte einen separaten Zugriff für Mitarbeiter, Gäste und verschiedene Geräte umfassen. Achten Sie darauf, nicht allen dieselbe Zugriffsebene zu geben.
Verwenden Sie identitätsbasierte Zugriffsregeln: Identitätsbasierte Zugriffsregeln helfen sicherzustellen, dass Benutzer basierend auf ihren Rollen eine Verbindung zu den Segmenten herstellen, die sie benötigen. Achten Sie darauf, Zugriffsentscheidungen bei Bedarf mit Benutzern, Gruppen, Geräten und Zertifikaten zu verknüpfen.
Verwenden Sie nach Möglichkeit die dynamische VLAN-Zuweisung: Die dynamische VLAN-Zuweisung reduziert den manuellen VLAN-Verwaltungsaufwand, indem Benutzer und Geräte während der Authentifizierung dem richtigen Segment zugewiesen werden, anstatt dass IT-Teams die Berechtigungen für jeden Benutzer aktualisieren müssen.
Wenden Sie Zugriffe mit geringsten Rechten an: Durch die Anwendung des Least-Privilege-Prinzips erhalten Benutzer und Geräte genau den Zugriff, den sie basierend auf ihren Rollen benötigen, und nicht mehr, sodass die seitliche Bewegung auf ein Minimum begrenzt wird, falls ein Konto kompromittiert wird.
Onboarding und Deprovisioning automatisieren: Die Synchronisierung des Netzwerkzugriffs mit Identitätsanbietern kann dabei helfen, Berechtigungen auf dem neuesten Stand zu halten, indem Zugriffe automatisch entfernt oder geändert werden, wenn Benutzer das Unternehmen verlassen oder ihre Rolle wechseln.
Überwachen Sie Authentifizierungs- und Zugriffsaktivitäten: Klare Zugriffsprotokolle sind für Audits und Cybersicherheit unverzichtbar, da IT-Teams sie nutzen können, um Zugriffsmuster zu überprüfen, verdächtige Aktivitäten zu erkennen und Lücken in Richtlinien zu identifizieren.
Überprüfen Sie Segmentierungsrichtlinien regelmäßig: Aktualisieren Sie Segmente und Zugriffsregeln unbedingt, wenn sich Ihre Teams, Geräte, Standorte, Anwendungen und geschäftlichen Anforderungen ändern.
Häufige Fehler bei der Netzwerksegmentierung, die Sie vermeiden sollten
Angesichts der Bedeutung und der Sicherheitsvorteile der Netzwerksegmentierung sollten Sie sicherstellen, dass Sie sie korrekt umsetzen. Allerdings kann die Segmentierung ohne die richtige Planung und Umsetzung auch eine komplexe Aufgabe sein. Daher gibt es einige Fehler, auf die Sie achten sollten.
Häufige Fehler sind:
Die Nutzung gemeinsam verwendeter WLAN-Passwörter erschwert die Nachverfolgung von Benutzerzugriffen und die Gewährleistung von Verantwortlichkeit. Zudem entstehen Sicherheitsprobleme, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt und das Passwort nicht geändert wird.
Verwendung statischer VLAN-Zuweisungen, die schwer zu verwalten sind und manuelle Aktualisierungen erfordern.
Abhängigkeit von MAC-Adresslisten als primäre Methode der Zugriffskontrolle anstelle von Benutzerverzeichnissen.
Gästen, Auftragnehmern oder BYOD-Geräten denselben Zugriff wie Mitarbeitenden zu gewähren, wodurch sie Zugriff auf Netzwerksegmente mit sensiblen oder proprietären Informationen erhalten können.
Vergessen, den Zugriff zu entfernen, wenn Benutzer das Unternehmen verlassen oder die Rolle wechseln.
Netzwerke zu segmentieren, ohne klare Zugriffsregeln festzulegen, wodurch es für Benutzer schwierig wird, auf die Segmente zuzugreifen, die sie benötigen.
Die Zulassung nicht verwalteter Geräte in sensiblen Netzwerken kann die Angriffsfläche vergrößern und die Zugriffskontrolle schwächen.
Segmentierung als einmaliges Projekt zu behandeln, statt als fortlaufenden Prozess.
Es fehlen Protokolle, die zeigen, welche Benutzer und Geräte auf welche Segmente zugegriffen haben.
Erstellen von übermäßig komplexen Richtlinien, die IT-Teams nicht pflegen können.
Fazit: Starke Segmentierung erfordert eine starke Zugriffsdurchsetzung
Die Netzwerksegmentierung ist ein leistungsstarkes Werkzeug, mit dem IT-Teams klare Grenzen innerhalb ihrer Netzwerkumgebungen schaffen und unnötige Zugriffe reduzieren können. Diese Grenzen müssen jedoch durch Identitätsmanagement, Verzeichnisgruppen und eine robuste Authentifizierung durchgesetzt werden.
Mit Foxpass können IT-Teams eine identitätsbasierte Netzwerksegmentierung durchsetzen und den Zugriff konsistenter verwalten. Foxpass nutzt die dynamische VLAN-Zuweisung über RADIUS-Authentifizierung, um identitätsbasierten Zugriff und Netzwerksegmentierung über Wi-Fi, VPN und kabelgebundene Netzwerke hinweg durchzusetzen, sodass Netzwerke sicher bleiben und Benutzer verifiziert sind.
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